19.1.2006

Protestaktionen zum 3.12.2005 » Presse

Presseerklärung des AAKA:

Kein Platz für Nazis in Karlsruhe!

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe mobilisiert trotz des von der Stadt bekannt gegebenen Verbots des Neonazi-Aufmarsches

am 28.01.2006 für eine Gegendemonstration
um 12:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz

in Karlsruhe. Das Bündnis sieht in der Terminwahl zwischen dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar und dem Jahrestag der Machtübertragung an den Hitlerfaschismus am 30. Januar eine besondere Provokation.

Wie die Sprecher des Bündnisses - Silvia Schulze und Elwis Capece - mitteilen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Neonazi-Aufmarsch im Falle eines kurz vorher eingelegten Widerspruchs von den Gerichten erlaubt wird. Ort und Zeit der Protestaktion können sich daher noch ändern. Aktuelle Informationen finden sich in der Bündnis-Homepage www.antifa-buendnis.de.vu.

Wie die SprecherInnen betonen, ist es dem Bündnis gelungen, Unterstützung bei einem breit gefächerten Kreis von mehr als 70 Organisationen und Einzelpersonen zu finden.

Erneut ist die Protestaktion von einer Serie interessanter Veranstaltungen begleitet, die sich das Ziel setzen, über Faschismus und Neofaschismus aufzuklären. Die Serie hat bereits am Dienstag begonnen. Am Samstag 15.00 Uhr ab Kronenplatz findet ein Stadtrundgang auf den Spuren des Dritten Reichs unter Leitung des Karlsruher Historikers Jürgen Schuhladen-Krämer statt. Weitere Veranstaltungen werden in der Bündnis-Homepage angekündigt.

Schon jetzt wird auf die Veranstaltung zum Thema "Wie gefährlich ist Neofaschismus heute?" mit dem bekannten Faschismusforscher Prof. Reinhard Kühnl aus Marburg am 30. Januar, 20:00 Uhr im DGB-Haus aufmerksam gemacht.



© Antifaschistisches Aktionsbündnis Karlsruhe